Die Unterstützungsgruppe Dekon-P

Fachpersonal zum Dekontanimieren (Entgiften) von Personen

Geschichte der UG Dekon-P

Die Unterstützungsgruppe „Personendekontamination“ (UG Dekon-P) wurde für die Feuerwehr Ansbach im Jahr 2000 aus der Taufe gehoben.

Ausgangssituation war das taktische Konzept zur Personendekontamination des Bundes, der dafür einen Dekontaminations-LKW-Personen (Dekon-LKW-P) mit viel Zubehör zur Verfügung stellte.

Für das konkrete Einsatzkonzept bei der Feuerwehr Ansbach ging man hier erstmals einen neuen Weg:

Das Fahrzeug hat seinen Platz in der Feuerwache Ansbach (wo auch der Gerätewagen Gefahrgut – GWG steht) und wird von dort aus zum Einsatzort gebracht.

Das hierfür notwendige Bedienpersonal (mindestens zweifache Staffelbesatzung, d.h. 12 Feuerwehrleute) setzt sich aus Feuerwehrkräften des gesamten Stadtgebietes zusammen und steht derzeit unter der Leitung von Norbert Spies.

Durch diese Aufgabenverteilung werden die Kräfte der FF Stadt Ansbach spürbar entlastet. Auch wird die Zusammenarbeit zwischen Stadtwehr und Stadtteilwehren gestärkt.

In regelmäßigen, monatlichen Übungen macht sich die Dekon-Gruppe mit Ihrem Gerät vertraut und hält so einen hohen Ausbildungsstand.

Aufgaben der UG Dekon-P

Vorrangige Aufgabenstellung der UG Dekon-P ist

  • Das Entstrahlen, Entseuchen sowie Entgiften („dekontaminieren“) sowie die hygienische Reinigung von Einsatzkräften und sonstiger an der Einsatzstelle angetroffener Personen
  • Die Unterstützung des Betriebs stationärer Deko-Anlagen
  • Betreuung bereits dekontaminierter Einsatzkräfte mit dem Ziel der kurzfristigen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft

Neben diesen Kernaufgaben nach dem Deko-Konzept des Bundes ergeben sich noch weitere Aufgabenfelder wie zum Beispiel

  • Notheizung für Häuser, Altenheime, etc. aufbauen
  • Kühlung im Sommer bei langen Einsätzen ermöglichen
  • Warmwasserbereitung
  • beheiztes Einsatzleit- oder Aufenthaltszelt im Winter bereitstellen

Arbeitsgeräte der UG Dekon-P

Kernfahrzeug ist der Dekon-LKW-P mit Ladebordwand und einem zu einem späteren Zeitpunkt beschafften und in Eigenleistung ausgebauten Anhänger.

Hier werden unter anderem mitgeführt:

Jeweils ein Dusch-, Arbeits-, und Aufenthaltszelt, Duschzelle für Träger von Chemikalienschutzanzügen, Stromerzeuger, Warmwasserbereiter, Warmwasserluftheizgerät, verschiedene Brauch- und Schmutzwasserpumpen, Brauch- und Schmutzwasserbehälter, Beleuchtungsgeräte, Sitzgelegenheiten und natürlich Dekomaterial, Verbandszeug sowie Wechselkleidung in großer Zahl.

Einsätze der UG-Dekon-P

Die Alarmierung der UG-Dekon-P erfolgt über eine gesonderte Alarmschleife. Daraufhin begeben sich die Mitglieder zur Feuerwache und besetzen das Fahrzeug. In der Vergangenheit war dies bei größeren Gefahrguteinsätzen oder Großbränden der Fall.

Das herausragende Ereignis in der Geschichte der UG-Dekon-P war aber die Bereitschaftswache am Fußballstadion in Nürnberg während der Fussballweltmeisterschaft 2006. Dort war das gesamte Equipment zum sofortigen Einsatz während aller Spieltage in Nürnberg aufgebaut und personell voll besetzt.